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125 Jahre Hirsch-Apotheke

Die älteste und früher auch die einzige Apotheke der Stadt feierte 1996 ihr 125jähriges Jubiläum.

(mo - 1996) - Alles begann 1871 an der Hauptstraße 47. Da war die Hirsch-Apotheke noch eine Filiale der Königswinterer Hauptstelle. Einige Jahre später wurde sie bereits ein selbstständiges Unternehmen. Apotheker Zander war es, der das Geschäft – inzwischen an der Hauptstraße 38 – betrieb. Heute, 125 Jahre später, kann die Hirsch-Apotheke Jubiläum feiern. Grund genug, im prächtig gestalteten Schaufenster auf die lange Geschichte der Apotheke hinzuweisen und auf die zurückliegenden Jahre anzustoßen.

Vieles hat sich in den vergangenen 125 Jahren geändert. Die Apotheke hat heute ein vollkommen anderes Gesicht, hat sich den modernen Gegebenheiten angepasst. Auch die Zeiten, da die Hirsch-Apotheke die einzige am Ort war, sind vorbei. Zehn Unternehmen sind es mittlerweile, die sich dem Wettbewerb in Bad Honnef stellen. "Eines hat sich in all den Jahren jedoch nicht geändert", konstatierte Bürgermeister Franz Josef Kayser anlässlich eines Umtrunkes in der Hirsch-Apotheke:
"Die Menschen sind froh, dass sie in Bad Honnef in medizinischer Hinsicht gut versorgt sind."

Walter Schmeetz, der die Apotheke von 1958 bis 1994, also 36 Jahre, führte, ist es zu verdanken, dass eine umfangreiche Dokumentation – erstellt zum hundertjährigen Jubiläum – vorliegt. Sie wird nach wie vor ergänzt und fortgeschrieben. Dieser Schrift sind die wichtigen Daten zu entnehmen: 1893 übernimmt der Apotheker Foster das Geschäft., Apotheker Schüller aus Brühl erwirbt die Hirsch-Apotheke 1902, 1906 wird Emil Vollrath Eigentümer. Dieses Jahr begründet denn auch die lange Familientradition. 1908 tritt Carl Schmeetz aus Münster in die Hirsch-Apotheke ein. Die Verwaltung des Unternehmens übernimmt Schmeetz 1917, nachdem er aus dem Krieg zurückkam. 1919 dann ein wichtiges familiäres Ereignis: Carl Schmeetz heiratet Erna Vollrath.

Mehrfach wurde das Geschäft umgebaut:
1924, nachdem die Apotheke in den Besitz von Carl Schmeetz übergegangen war, 1941 und 1957.
Am 21. Juni 1958 verstirbt Carl Schmeetz kurz vor seinem 70. Geburtstag. Sein Sohn, Walter Schmeetz, übernimmt die Verantwortung; 1960 erhält er das Geschäft von seiner Mutter in Pacht. Zwei Jahre später geht sie in sein Eigentum über. 1994 dann der Übergang an die Apothekerin Bettina Müller-Plenk, nachdem Walter Schmeetz sich zur Ruhe gesetzt hatte. Die neue Chefin nimmt eine grundlegende Renovierung in Angriff und gibt der Apotheke ein überaus modernes Gesicht.